3 hilfreiche Tipps zum „Nein“-sagen


06.06.2013

Wer „Nein“ sagt, hat mehr vom Leben und weniger Stress

Kennen Sie Situationen, in denen Sie sich gewünscht hätten, „Nein“ gesagt zu haben?

Die Gründe für ein „Ja“, obwohl ein „Nein“ ehrlicher wäre, sind zahlreich. Manche Menschen haben Angst, andere vor den Kopf zu stoßen, andere haben Angst, nach einer Absage negativ wahrgenommen zu werden. Dabei geht es nicht darum, nie mehr „Ja“ zu sagen, sondern um eine ehrliche Antwort – und diese ist manchmal „Nein“. Das erreichen Sie, in dem Sie für einen kleinen Moment innehalten, sich einmalig 2 Fragen ehrlich beantworten und dann die folgenden Tipps für ein freundliches „Nein.“ ausprobieren.

Die beiden Fragen lauten:
1. Bevormunde ich den anderen mit meinem „Nein.“?
2. Ist ein ehrliches und freundliches „Nein“ zum anderen ein „Ja“ zu mir selbst?

In beiden Fällen lautet die Antwort „Ja“.

Zu Frage (1): Die Gründe, eine Bitte oder einen Wunsch nicht ehrlich abzulehnen, können nur spekulativ sein. Sie bevormunden den anderen, weil Sie gar nicht wissen, ob ihr „Nein“ so schlecht ankommt wie Sie es vermuten.
Zu Frage (2): Wenn Sie mit einem unehrlichen „Ja“ etwas zusagen, was Sie aber eigentlich gar nicht wollen, behandeln Sie sich selbst nicht gut. Denn Sie handeln nicht im Einklang mit sich selbst.

Wie können Sie ehrlich und freundlich „Nein“ sagen, ohne andere vor den Kopf zu stoßen?

Üben Sie folgenden drei einfachen Phasen ein und Sie werden feststellen, dass ein häufigeres „Nein“Sagen in Wahrheit leicht fällt und Ihr Leben enorm bereichert.

Phase (1) Innehalten:

Statt einer spontanen Reaktion halten Sie erst einmal inne und überlegen, ob Sie „Ja“ oder „nein“ sagen wollen. Eventuell erbitten Sie eine Bedenkzeit. Lassen Sie sich auf keinen Fall zu vorschnellen Reaktionen hinreißen oder gar nötigen. Das Innehalten ist die wichtigste Voraussetzung für den Erfolg der beiden nächsten Phasen.

Phase (2) Aufwerten:

Wenn Sie ein „Nein“ gefunden haben, werten Sie die Person ehrlich und von Herzen auf. Wenn Sie eine Einladung zu Essen ablehnen wollen, können Sie das bspw. mit den Worten „…Ihre Einladung freut mich…“. Tun Sie das nicht floskelhaft, sondern finden Sie den Teil an der Person oder dem Anliegen, den Sie ehrlich aufwerten können.

Phase (3) Lösung nennen:

Nun können Sie eine andere Lösung anbieten oder einfach begründet „Nein“ sagen. Dies können Sie bspw. mit „…gerne können wir heute Abend telefonieren, vielleicht kannst du ja mit einer anderen Person essen gehen…“ erreichen. Sie sagen also ehrlich, wozu Sie bereit sind. Wenn Sie es mit einem hartnäckigen Gesprächspartner zu tun haben, sagen Sie mit Blickkontakt freundlich „Nein“ ohne einen Grund zu nennen. Denn diesen wird er versuchen, Ihnen im Munde umzudrehen.

Und jetzt heißt es ausprobieren. Denn wer öfter mal NEIN sagt, hat weniger Stress.


Weitere Themen im Blog:

Stress entsteht im Kopf

28. Februar 2018

„Wir sind, was wir denken. Alles, was wir sind, entsteht aus unseren Gedanken. Mit unseren Gedanken formen wir die Welt.“ Buddha Sie müssen etwas denken, um gestresst zu sein, weil Stress im Verstand entsteht. Als wir... Mehr erfahren

3. Advent: Schluss mit dem Müssen.

9. Dezember 2016

Es ist Weihnachten und das bedeutet, dass ich __________ muss. Stimmt´s? „Ich muss Geschenke kaufen, die Verwandten einladen und zu allen Weihnachtsfeiern gehen, zu denen ich eingeladen wurde.“ Aber müssen Sie das... Mehr erfahren

Ein Interview mit Annika Isterling

12. April 2017

Vor einiger Zeit hat die Zeitschrift Petra in einem Artikel zum Thema Stress Annika Isterling und mich präsentiert. Dies habe ich zum Anlass genommen, Annika nach Erscheinen des Artikels einige Fragen zu stellen. Ihre Passion... Mehr erfahren