Der Gelassenheitssong


21.02.2018

Sie springen auf und fangen mitten im Meeting an, lauthals zu singen – natürlich nicht.Wahrscheinlich kennen Sie folgende Situation und haben etwas Ähnliches bereits erlebt: Sie fahren im Auto und hören Radio. Plötzlich läuft Ihr Song im Radio. Dieser Song hat Sie früher mit Freude erfüllt – und das tut er heute noch. Natürlich drehen Sie die Musik lauter und summen fröhlich mit. Das ist für mich das beste Beispiel, wie schnell und bewusstseinsverändernd Musik wirkt. In diesem Beispiel war es Zufall, aber Sie können die Wirkung von Musik bewusst und geplant einsetzen.

Nutzen Sie diese Wirkung in zwei Schritten:

ƒ 1. Schritt: Sie suchen sich jetzt Ihren persönlichen Gelassenheitssong heraus. Ob dieser von Mozart oder Metallica stammt, ist völlig egal. Hauptsache ist nur, dass Sie ihn mögen und einfach gerne hören. Sorgen Sie dafür, dass Sie ihn täglich bei sich haben, beispielsweise als CD im Auto oder auf dem Smartphone bzw. MP3- Player. Hören Sie den Gelassenheitssong drei- bis viermal täglich, zum Beispiel auf der Hin- und Rückfahrt zur Arbeit. Ihre Stimmung wird sich heben und Sie werden sich weniger ärgern. Wenn Sie sich zwei bis drei Wochen daran halten, werden Sie merken, dass Sie sich in der Ärgersituation an den Gelassenheitssong erinnern und Sie werden anfangen, ihn innerlich zu summen. Überraschen Sie sich selbst, wie gut Sie sich nach mehrmaligem Hören an die Melodie, den Refrain oder den ganzen Songtext erinnern können.

ƒ 2. Schritt: Sie sitzen also in einem Meeting und der Kollege sagt Dinge, über die Sie sich sonst immer ärgern. In diesem Moment summen Sie still den Song vor sich hin und sagen dann, ganz freundlich und bestimmt, was Sie ärgert. Probieren Sie es aus. Es ist eine wunderbare Erfahrung, sich mit Musik, die Sie in dieser zweiten Phase ja gar nicht mehr laut hören, zu beruhigen oder in eine gute Stimmung zu versetzen.

Wie gut es Ihnen in diesem Moment geht, ist eine Frage der Wahl. 

Viele Grüße,
Ihr und Euer Christian Bremer 


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