Ein Interview mit Barbara Messer


05.12.2017

Barbara Messer ist seit mehr als 20 Jahren unterwegs, um ihr Wissen und Know-how weiterzugeben – im beruflichen Kontext ebenso wie privat als Mensch. Zahlreiche Erfahrungen macht sie in verschiedenen Bereichen, die sie zu einem einzigartigen Wissens- und Erfahrungsschatz innerlich verwoben hat. Dennoch ist sie bodenständig und stets offen für neue Herausforderungen, die ihre Flexibilität immer wieder erweitern.
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Ihre Arbeit gefällt mir sehr gut, was mich dazu gebracht hat, Barbara Messer zu einem Interview einzuladen um auch über Ihr Buch „Inhalte merk-würdig vermitteln: 56 Methoden, die den Merkfaktor erhöhen“ zu sprechen
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Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen.
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Ihr und Euer
Christian Bremer
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Ihr Buch hat den Titel „Inhalte merk-würdig vermitteln: 56 Methoden, die den Merkfaktor erhöhen“ – was sind die drei Aspekte, von denen Leser am meisten profitieren können?
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Der Leser erfährt wesentliche Grundlagen aus der Neurodidaktik und bekommt sofort praktische Anregungen, wie er diese in seinen Präsentationen, Meetings und Trainings anwenden kann.
Das Buch bietet eine Fülle an Alternativen und Add ons zu PowerPoint, die für Präsentationen in Meetings und Trainings gleichermaßen geeignet sind.
Zudem regt es die Fantasie an und schlägt zugleich konkrete Möglichkeiten vor, Inhalte von Teilnehmenden zu bearbeiten, sodass sie diese aktiv bearbeiten können.
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Christian Bremers Thema ist ja Stress/Gelassenheit – Sie sind Speaker, Trainerin, Coach, Autorin – was sind Ihre drei besten persönlichen Tipps, um dem Stress ein Schnippchen zu schlagen?
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Eine gewisse Aufregung im Sinne von Lampenfieber sehe ich nicht als Stress, sondern eher als eine positive Energie, um „in Stimmung“ und Präsenz zu kommen.
Aus Erfahrung weiß ich, dass die Auseinandersetzung mit eigenen blinden Flecken sehr wertvoll ist. Je höher der Grad der persönlichen Selbstreflexion, je größer ist auch Möglichkeit, sich bewusster zu kennen und wahrzunehmen. Dadurch wächst die persönliche Gelassenheit und Souveränität.
Nach meinem Verständnis ist es wichtig, sich immer wieder neuen Situationen und Kontexten auszusetzen, um die eigene Erfahrungsbreite und Handlungsweise zu erweitern und zu vergrößern. So haben wir mehr Reaktionsmöglichkeiten. Ganz nach dem Motto „Gar nicht erst rein in die Komfortzone!“
Selbstverständlich ist es notwendig, sicher im Thema zu sein. Ich sage gerne: „Sie können mich nachts um 3 wecken und ich kann sofort über das Thema XY sprechen, bzw. eine Trainingssession anbieten und durchführen“. Wenn ich diesen Zustand an Inhaltstreue und -tiefe erreicht habe, entsteht kein Stress mehr.
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Wie wichtig ist es, bei der Vermittlung/Präsentation auf Methoden zurückzugreifen, die zu mir als Person passen? Und nicht auf altbewährte Methoden, wie der typischen „PowerPoint-Präsentation“?
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Diesen Aspekt sehe ich als sehr wichtig an, denn Teilnehmende spüren sofort, wenn eine Methode nicht stimmt, bzw. passt. Es kann der Eindruck entstehen, dass eine „Methode aufgesetzt ist“. Oft trenne ich in Trainergesellen und Trainermeister. Ein Trainermeister hat eine Methode „durchdrungen“, er weiß sie in verschiedenen Kontexten einzusetzen, adaptiert sie an verschiedene Lernziele und kann sie zudem glaubwürdig anwenden.
Von daher plädiere ich dafür, Methoden nicht einfach zu übernehmen, sondern sehr genau zu evaluieren. Folgende Fragen können hierbei helfen: Was ist die Wirkung dieser Methode? Was wäre ich ohne diese Methode? Was trägt diese Methode? Ist diese Methode geeignet, den Inhalt werteorientiert und nachhaltig zu transportieren?
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Wie kann ich Inhalte überzeugend vermitteln, von denen ich selbst gar nicht überzeugt bin?
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Dies gelingt aus meiner Erfahrung nur dann, wenn es dem Vortragenden gelingt, die Vielfalt der Inhaltsaspekte aufzuzeigen, sodass dessen Bedeutungen und Wertungen frei betrachtet werden können. Dies ist aber nicht jedem Präsentierendem möglich. Eine intensive Desuggestionsarbeit ist dazu erforderlich – sonst rate ich dazu ab.
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Wenn Sie anderen Unternehmern und Selbstständigen drei persönliche Tipps für maximalen Erfolg geben würden, welche wären es?
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Seien Sie ehrlich – Unehrlichkeit und Aufgesetztsein fällt auf. Es gibt immer wieder Menschen, die hinter diese aufgesetzte Maske schauen. Um es frech zu sagen: Schaumschläger werden schneller entlarvt, als ihnen bewusst ist. Mit ehrlichen Menschen umgibt man sich gerne. Dazu gehört nach meinem Verständnis auch, sich recht persönlich und menschlich zu zeigen.
Tun Sie die Dinge aus tiefer Überzeugung und Leidenschaft heraus. Wenn Sie diese noch nicht fassen können, suchen Sie weiter.
Achten Sie darauf, dass Sie nicht mehr nehmen als geben – es braucht so etwas wie ein Gleichgewicht. Es tut auf die Dauer nicht gut, auf Kosten anderer zu leben. Schaffen Sie einen Mehrwert, der die Welt besser macht und von dem andere Menschen einen Nutzen haben. Schaffen Sie Welten, zu der die Menschen gehören wollen.

 


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