Gelassenheit ist gelernt – lernen Sie um


29.08.2016

Sie kennen vielleicht den Film „Das Streben nach Glück“ von und mit dem amerikanischen Schauspieler Will Smith.

Darin findet sich eine wunderbare Szene, in der er mit seinem Sohn Basketball spielt. Der Sohn hat eine unglaubliche Freude daran, obwohl er den Korb nur selten trifft.

Sein Vater (Will Smith) sieht das und sagt: „Ach weißt du, mein Sohn, ich war nie ein guter Basketballspieler und auch du wirst kein guter Basketballspieler. Ich rate dir, lass das Basketballspielen lieber sein.“ Der Sohn packt seinen Basketball ein und will niedergeschlagen gehen. Dann wird der Vater wach (Hollywood, klaro!) und sagt: „Sohn, lass dir nie wieder einreden, dass du etwas nicht kannst, was du möchtest! Weder von mir noch von anderen.“

Was ist passiert?

Beinahe wurde dem Sohn eine fremde Meinung eingepflanzt, nämlich:

„Ich kann nicht gut Basketball spielen“.

Obwohl er es lernen könnte. Aber nur wenn er denkt, er kann es lernen. Nicht, wenn der Vater ihm einredet, es nicht zu können.

Das ist nur ein Beispiel dafür, was jeden Tag passiert.

Sie kommen mit einer komplett weißen Weste auf die Welt. Im Laufe der Zeit lernen Sie, die Meinung anderer anzunehmen.

Es ist kein Zufall, dass Sie sich in bestimmten Situationen beispielsweise mehr ärgern als andere, da Sie einfach gelernt haben, sich über diese Situationen zu ärgern.

Es ist deshalb kein Zufall, weil Sie gelernt haben, eine bestimmte Situation auf eine wiederkehrende Art und Weise zu erklären – und Erwartungen zu haben, was in dieser Situation passieren sollte.

Diese Erklärungen und Erwartungen – und diese sind nichts anderes als Meinungen und Gedanken – führen Sie in den Ärger.

Wenn Sie sich also das nächste Mal ärgern und als Grund dafür andere Leute ansehen, dann regen Sie sich erstmal ab und überlegen sich dann, ob a) alle es so sehen würden wie Sie und b) was Ihre nicht erfüllte Erwartung war – und ob es für Sie und Ihr Glück wirklich gut ist, diese Erwartungen so in der Form weiterhin zu haben…

Meine ganze Arbeit in Form von Büchern, Vorträgen und Seminarevents dient Ihnen dazu, solche Erklärungen bei sich zu erkennen und zu verändern.


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