Tipps für mehr Elan und Energie


28.06.2017

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Es lohnt sich!

Was schief läuft: vom O.K. zu K.O.

Ich sehe bei vielen Menschen, in vielen Familien und in vielen Firmen eine „O.K.-Haltung“. Diese besteht darin, sich mit mittelmäßigen Ergebnissen und Zuständen zufrieden zu geben. Wenn Sie einkaufen gehen, treffen Sie zum Beispiel im Service oft auf diese Haltung. Beobachten Sie die Ernährung der meisten Menschen und Sie werden sie auch hier wieder erkennen. Fragen Sie zehn Personen, wie es ihnen geht und Sie hören kein „Spitze“, sondern ein „O.K.“. Mich erinnert das an eine Lebensführung á la „toi toi toi“ oder „Wird schon werden“.

So wie der eine Handwerker zum anderen sagt: „Das reicht, es hält bis wir weg sind.“

Das Problem dabei besteht in zwei Aspekten:

• Einerseits geht das bloß eine Weile gut und kein Leben lang. Irgendwann reicht es einfach nicht mehr. Die Folgen von zu viel Mittelmaß können unangenehm sein, egal ob es um berufliches oder privates geht. Umsatzeinbrüche, Standortschließungen oder Schlaganfall und Burnout kommen nicht von heute auf morgen, sondern sind oft auch Konsequenzen einer „O.K.-Haltung“.

• Andererseits haben wir alle ein tief in uns verankertes Interesse an guter Leistung und Entwicklung. Diese Bedürfnisse erfüllen wir nicht, sondern schleppen uns dann in unserer Komfortzone durch das Leben.

!!! So wird aus einem O.K. ganz schnell ein K.O.. !!!

Wie es besser geht:

Es gibt in der Praxis zwei potenzielle Energiequellen, die Sie mühelos anzapfen können: Ihren Körper und Ihr Denken.

Geben Sie Ihrem Körper genug Schlaf, eine ausgewogene Ernährung, trinken Sie wenig Alkohol und viel Wasser. Bewegen Sie sich ausreichend an der frischen Luft und treiben Sie einen Ausdauersport, der Ihnen Spaß macht. Das sollte nichts Neues sein, sondern eher etwas Banales.

Trotzdem werden Sie noch das ein oder andere davon mehr beherzigen können. Denn es ist leichter gesagt als getan, sich um seinen Energiehaushalt, um seine vollen Akkus zu kümmern. Die oben genannten Handlungsweisen sind an sich einfach umzusetzen – wenn nur das Denken nicht wäre.

Immer wieder sagen mir gestandene, erwachsene Führungskräfte, dass Sie einfach nicht früh genug aus dem Büro kommen, um dann noch Sport zu treiben. Oder dass sie abends nicht mehr vom Sofa hochkommen. Oder dass sie natürlich wissen, dass Stress, Ärger und Zeitdruck Energiefresser sind, sie aber dennoch immer wieder in diese Fallen tappen. Der Grund dafür liegt in der zweiten Energiequelle, unserem Denken.

Wenn Sie beispielsweise denken, dass Ihre Arbeit wichtiger ist als Ihre Gesundheit, dass das Leben schwer ist und Ihre Mitarbeiter Sie nie verstehen werden, wie wollen Sie da voller Elan durch Ihr Leben gehen?

Die Hebel für mehr Lebenskraft liegen also in beiden Bereichen und verstärken sich gegenseitig. Aber sie schwächen sich auch gegenseitig. Die folgenden Tipps können Ihnen dabei helfen, Ihre Erfolge zu genießen, ohne dabei selbst auf der Strecke zu bleiben.

Nutzen Sie diese Energiespender:

Meditieren Sie dreimal am Tag für eine Minute. Setzen Sie sich bequem hin, stellen Sie sich einen Timer und schließen Sie die Augen. Nehmen Sie Kontakt zu Ihrer Atmung auf, indem Sie sich in Ruhe fragen „Atme ich noch?“ und „Wie atme ich?“. Spüren Sie die Atmung beim Ein- und Ausatmen. Machen Sie das dreimal am Tag und Sie werden merken, wie viel Frische, Elan und Kraft Sie sich so immer wieder selbst verschaffen.

Erlauben Sie sich, für eine Minute nichts zu tun. Es lohnt sich. Nicht nur für Ihre Gesundheit, auch für Ihren Ideenreichtum und Umsetzungsschwung.

„Guter Grund“ statt kurzfristige Begeisterung. Wenn Sie sich bspw. zu Akquiseanrufen, Sport oder besserer Ernährung aufraffen wollen, dann machen Sie sich bewusst, was Ihr „verdammt guter Grund“ ist, um das zu tun.

Warum genau haben Sie sich das vorgenommen? Warum wollen Sie die zehn neuen Kunden gewinnen? Warum genau wollen Sie abnehmen? Hüten Sie sich vor einer kurzfristigen Begeisterung, denn diese hält nicht lange an und demotiviert Sie eher.

Sie haben erst dann einen guten Grund gefunden, wenn Sie bemerken, dass er Sie antreibt das zu tun, was Sie sich vorgenommen haben.

Nutzen Sie Ihren Körper als Energiespender. Wenn Sie zukünftig zögern, ein Gespräch zu führen, es Ihnen aber dennoch wichtig ist, dann probieren Sie diese drei Schritte aus – anfangs am besten unbeobachtet:

Zuerst stehen Sie auf und wippen auf Ihren Füßen, dabei bleiben Ihre Fußballen auf dem Boden.
Nach einiger Zeit fangen Sie an, leicht auf und ab zu hüpfen. Nicht bis zur Decke, aber mit langsam größer werdender Intensität.
Abschließend können Sie noch so tun, als ob Sie jubeln würden. Recken Sie Ihre Arme in die Höhe und wenn Sie nicht gehört werden oder Ihnen das egal ist, jubeln Sie dabei auch laut Ihre Freude raus.

Sie sind dann nicht mehr aufzuhalten. Sie haben dann so viel Elan, dass Sie aufpassen müssen, im Gespräch nicht übers Ziel hinauszuschießen.

Eine auf den ersten Blick verrückt erscheinende Technik, die Sie aber im guten Sinne „unter Strom setzt“. Diesen Strom setzen Sie ja für das ein, was Ihnen wichtig ist.

Glauben Sie mir nicht einfach, probieren Sie es aus!

Ihr und Euer
Christian Bremer


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