Warum gelassene Menschen Stress als Geschenk betrachten


31.05.2017

Stress ist kein Zwang, sondern nur eine Option.

Wenn Sie gestresst sind, dann haben Sie zu wenig für Ihre Gelassenheit getan.

Sobald Sie sich erstmal eingestanden haben, dass Sie deswegen ein Problem mit Stress haben, brauchen Sie nur noch ein paar Kleinigkeiten zu tun. Wie Zähneputzen, täglich und nicht monatlich oder gar jährlich.

Die Lösung besteht in der Erkenntnis, dass Gelassenheit erstens eine Entscheidung und zweitens eine Entwicklung ist. Zuerst treffen Sie die Entscheidung, gelassen zu sein und dann trainieren Sie es. Solange, bis Sie in den jetzigen Stresssituationen nichts stressiges mehr finden. Schwören Sie sich dafür, sich mehr für sich einzusetzen. Die unangenehmen Gefühle nicht mehr wegzuschieben, sondern sie zu nutzen. Sich von ihnen leiten zu lassen. Mit der Idee „Stress ist ein Geschenk“ begreifen Sie, dass alles für Sie passiert, nicht gegen Sie.

Beziehen Sie öfter klare Position und treten Sie offensiv für sich und Ihre Interessen ein. Nutzen Sie Ihre vorhandene Freiheit, um neu zu denken und neu zu handeln. Tun Sie etwas für sich und halten Sie dabei Ihr anfangs schlechtes Gewissen aus. Mit der Zeit wird dieses anerzogene soziale Gift weniger. Erkennen Sie, was Sie brauchen und nehmen Sie es sich.

Egal, was die anderen denken. Was Sie brauchen, zeigt Ihnen Ihr Stressgefühl laserscharf. Sie brauchen nur zu erkennen, was Ihnen Ihre Stressgefühle vielleicht noch sagen wollen. Aber das keiner außer Ihnen tun. Sie sind immer das Problem – aber auch immer die Lösung. Machen Sie sich klar, dass nichts und niemand wertvoller ist als Sie. Betrachten Sie alle Stressgefühle als Geschenk und erkennen Sie, was Sie noch lernen können, um in derselben Situation zukünftig cool zu bleiben. Seien Sie zu allem bereit, um das zu lernen. Betrachten Sie dafür Menschen, die Sie nerven, als willkommenen Sparringspartner zu mehr Gelassenheit.

Fragen Sie sich öfter, was Sie selbst wollen oder brauchen und gehen dann auf die Jagd.

Bleiben Sie ruhig auf materiellen Erfolg fokussiert und erweitern Sie Ihren Fokus um den inneren Erfolg. So verbinden Sie auf Ihrem persönlichem Weg zum Glück äußere Meisterschaft mit innerer Meisterschaft. Erweitern Sie Ihre Blickwinkel und denken Sie noch mehr in Ambivalenzen: genießen Sie Ihr Ego, seien Sie selbstsüchtig und denken Sie an sich. Aber genauso, auf der anderen Seite, im Gegenteiligen, kümmern Sie sich um die anderen und sorgen dafür, dass es auch anderen gut geht. Seien Sie im einem Moment egoistisch und im nächsten selbstlos. Die wenigsten werden Sie verstehen.

Aber Sie werden in der Ambivalenz verstehen, dass das Leben Ihre Ambivalenz fordert.  Hören Sie auf zu jammern und übernehmen Sie Verantwortung für Ihr Denken, Ihr Fühlen und Ihr Handeln. Sehen Sie Ihr Verhalten nicht nur als Reaktion an, sondern schauen Sie auf Ihren Beitrag zur Situation: wenn Ihr Zug Verspätung hat, haben Sie entschieden, Zug zu fahren. Richten Sie sich auf und gehen den Problemen des Lebens entschlossen entgegen.

Machen Sie sich jeden Tag bewusst, wie dankbar Sie sein können, dass Sie jetzt am Leben sind. Bedanken Sie sich dafür nicht mit Jammerei, Ausreden und Passivität, sondern mit Leistung. Kümmern Sie sich um Ihren Fortschritt, anstatt zu begründen, warum etwas nicht geht.

Seien Sie auch zum anfangs Unangenehmen bereit. So meistern Sie Ihr Leben.

Ihr und Euer
Christian Bremer


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