Was tun bei Stress?


29.04.2013

Eine der häufigsten Fragen bei meinen Vorträgen und Seminaren lautet: „Wie komme ich von der Palme wieder runter?“ Natürlich gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten, allerdings haben sich diese drei in den letzten Jahren als die Besten herausgestellt:

1. Sie tun erstmal gar nichts: Wenn Sie schon auf der Palme sind, genießen Sie die Aussicht! Denn wenn Sie in einer Situation unter unangenehmen Stress stehen und Ärger, Druck oder Sorge empfinden, denken und sprechen Sie selten außergewöhnlich konstruktiv. Stimmt´s? Genau. Und auf Techniken aus dem „Stressmanagement“ kommen Sie auch nicht. Denn Stress macht dumm. Deswegen ist es sinnvoll, dem ersten Schwung an Stress mit „Nichts-tun“ zu begegnen. Wenn Sie angestellt sind, werden Sie sogar für das Nichtstun bezahlt. Ist das nicht schön?

2. Veränderung der Körpersprache: Wie ist Ihre Körperhaltung, wenn Sie gestresst sind? Verspannt und nicht locker. Wie atmen Sie, wenn Sie gestresst sind? Verspannt und flach. Wo sind Ihre Schultern, wenn Sie gestresst sind? Verspannt und hochgezogen. Wie ist Ihre Mimik, wenn Sie gestresst sind? Verspannt und wenig fröhlich. Das ändern Sie schlagartig: Tief durchatmen, Brust raus, Arme ausschütteln und lockern, Schultern entspannen und lockern, freundlich gucken und lächeln. Das tut guuuut! Probieren Sie es aus – es funktioniert.

3. Veränderung der Inneren Stimme: Die meisten Menschen denken unter Stress verallgemeindernd und negativ-problemorientiert. Zum Beispiel: „Das war ja klar, dass es mich wieder mal erwischt…“, „das schaffe ich nicht“, „…da kann man nichts machen…“. Sagen Sie zu sich selbst dann „STOPP!“ und fragen Sie sich: „Wenn ich jetzt in einem guten Zustand wäre, was würde ich dann tun?“ und BÄM wissen Sie genau, was Sie tun können. So lösen Sie die Problemorientierung auf und kommen is Handeln, YEAH!

Glauben Sie mir bitte kein Wort, probieren Sie es aus. Beherzigen Sie dabei die drei Schritte und beachten Sie die Reihenfolge.


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