Sind Sie nur Bewerter oder auch Verwerter?


25.10.2019

Thematisch geht es heute um Bewerter und Verwerter – ein guter Weg, um im alltäglichen Wahnsinn gesund, glücklich und erfolgreich zu sein.

Ich gebe Ihnen dafür ein Beispiel aus meinem Leben. Letztens habe ich mit einem Seminar eine Gruppe von Führungskräften zum Thema „Gesund führen“ begleitet. Um 9:00 Uhr war Beginn, die ersten trudeln um viertel vor ein und sichern sich ihren Platz.

Ein paar gehen noch raus und stehen in der Sonne. Es wird 8:59 Uhr, es wird 9:00 Uhr, es wird 9:03 Uhr und ich denke: „Was machen die denn da? Haben die keine Uhr?! Wenn die schon als Führungskräfte nicht pünktlich sind, was sind denn das für Vorbilder?“.

Ich bewerte also das, was passiert. Im Sinne einer Abwertung von dem, was passiert und von den Menschen. Das ist eine normale Reaktion vom Gehirn. Ich bin im Ergebnis schon leicht gestresst und frage mich, was ich jetzt tun soll. Rausgehen? Wenn ja, wann? Bis wann soll ich warten? Wenn ich rausgehe, wie soll ich sie ansprechen? Ein Teil von mir hat schon vor Beginn des Seminars „keinen Bock“ mehr auf die Leute, die zu spät sind.

Sie kennen ähnliche Situationen, oder?

Der Unterschied besteht jetzt darin, die Situation nicht nur spontan zu bewerten, sondern sie auch nach der automatischen unbewussten Bewertung zu verwertenNach dem Motto: „Was fange ich mit der Situation an? Wie nutze ich sie?“.

In diesem Beispiel habe ich mich entschlossen, bis 9:05 Uhr zu warten und dann hinzugehen. Das brauchte ich aber gar nicht, weil alle um 9:04 Uhr gut gelaunt am Platz saßen.

Im Seminar habe ich dann genau dieses Beispiel (ohne Vorwurf) genutzt, um den Schritt vom Bewerten zum Verwerten zu erklären. Es hat super funktioniert und kam gut an :-).

Wichtig: Zunächst einmal sind wir alle oft erstmal spontane Bewerter. Wir nehmen etwas wahr, machen uns blitzschnell unser Bild. Das ist eine vollautomatische unbewusste Reaktion. Viele Menschen bleiben an der Stelle stehen, stecken in der Bewertung und den folgenden Emotionen fest.

Sie bitte nicht! Sie gehen weiter und fragen sich ganz bewusst: „Das ist jetzt meine erste Bewertung der Situation, ok. Aber wie gehe ich mit dem, was ich bewerte, jetzt konstruktiv um? Wie nutze ich es?

Damit sorgen sie dafür, auf Dauer immer besser darin zu werden,
mit schwierigen Situationen umzugehen.

Viele Freude Sie wissen ja: Probieren Sie es aus!


Weitere Themen im Blog:

Ein Interview mit Barbara Messer

5. Dezember 2017

Barbara Messer ist seit mehr als 20 Jahren unterwegs, um ihr Wissen und Know-how weiterzugeben – im beruflichen Kontext ebenso wie privat als Mensch. Zahlreiche Erfahrungen macht sie in verschiedenen Bereichen, die sie zu einem... Mehr erfahren

Wo ein Wille da ein Weg

30. Mai 2018

Treffen Sie die bewusste unverrückbare Entscheidung, sich niemals mehr stressen zu lassen. Denn dafür sind Sie viel zu wertvoll. Sagen Sie sich jeden Tag mehrfach: „Ich bin immer gelassen und bleibe immer gelassen“.... Mehr erfahren

Was stimmt denn mit dir nicht?

23. November 2016

Sagt mir einer letztens auf einer Party: „Mich nervt es immer, wenn sich die Kabel meiner in-Ear-Kopfhörer so verheddern“. WHAT? Hast du nichts besseres zu tun, als sich über so einen Kleinscheiß aufzuregen? Im... Mehr erfahren