ich sage nicht, dass es einfach ist gelassen zu sein. aber es lohnt sich.

Christian Bremer

Gelassenheit lernen

Christian Bremer
Christian Bremer
Redner, Autor und Seminarveranstalter. Laut SAT 1 „Deutschlands Stressexperte Nr. 1“.
20. Juli 2020

Wie du mit Stress, Ärger und Druck konstruktiv umgehen kannst

Hektik, Sorge, Zeitnot scheinen mittlerweile etwa ganz normales im Alltag zu sein. Stress hat es geschafft, in den meisten Statistiken von Krankenkassen zur Volkskrankheit Nummer 1 zu werden. Da ist es extrem wichtig, Gelassenheit zu lernen. Vor allem wenn man bedenkt, dass Stress auch zu anderen Krankheiten wie Rückenschmerzen oder Kopfschmerzen beitragen kann und das zur Vorbeugung und Genesung so wichtige Immunsystem extrem beeinflusst.

Du musst nicht 15 Dinge beherzigen 

Oft wirst du lesen, dass du total viel machen musst, um Gelassenheit zu lernen. Mir erscheint das so, als wäre man bei der Beschäftigung mit Gelassenheit so beschäftigt, dass wir Arbeit & Familienleben aufgeben müssen. Mache erstmal lieber eine Sache, die aber über einen längeren Zeitraum. Das ist einfacher und du musst nicht dein ganzen Leben über den Haufen werfen. 

Das Besondere bei Stress: die vollautomatische, unbewusste Reaktion

Natürlich will niemand gestresst sein oder unter Zeitdruck stehen. Wir suchen uns da nicht aus. So nach dem Motto: Och, heute ist Dienstag, da bin ich mal gestresst. Oder: Ja, der Kollege Müller, der darf mich heute mal so richtig ärgern. Und doch passiert es uns immer wieder mal. Im Rückblick sind wir dann vielleicht nochmal gestresst oder verärgert, weil wir uns darüber ärgern, dass wir uns stressen oder ärgern ließen.

Ja und wie kann man jetzt Gelassenheit lernen?

Was hilft gegen Stress? Wie kann man Gelassenheit lernen? Nicht von heute auf morgen, das möchte ich direkt vorausschicken. Denn die automatische Reaktion, auf der Stress meistens beruht, lässt sich nicht mal eben so wegzaubern. Aber es gibt einen recht einfachen Weg, den man einige Zeit beherzigen kann, um Stress zu reduzieren und Gelassenheit zu lernen.

Er besteht darin, dass du dir folgendes bewusst machst: deine ganzen Stressgefühle (egal ob Ärger, Zeitnot, Sorge…) basieren in aller Regel auf 2 nacheinander ablaufenden Schritten:

  1. Der Reiz: Du hörst etwas (bspw. den unfairen / unsachlichen Kommentar eines Kollegen)
  2. Der Reflex: Du reagierst automatisch / unbewusst und fühlst dich angegriffen.

Hier beginnen dann in aller Regel das Kopfkino und das Stressgefühl. Wie kann der nur…Das ist eine Beleidigung…Könnte ich ihm nur mal meine Meinung sagen…Du kennst dich selbst am besten und weißt, wie du im Stress reagierst.

Gelassenheit lernen bedeutet jetzt, einen Schritt weiterzugehen und die beiden ersten Schritte ganz bewusst um einen einzigen weiteren zu ergänzen. Und das ist deine Reaktion:

3. Die Reaktion: Nimm die ersten beiden Schritte bewusst wahr. Dabei können dir die beiden Fragen „Was war der Reiz?“ und „Was war mein erster Reflex?“ gut weiterhelfen. Sei nicht dagegen, sondern nimm beides einfach wahr. Dann überlegst du dir (du wirst sehen, dass das funktioniert) mögliche Reaktionen. In diesem Beispiel könnten das Reaktionen sein wie einfaches Überhören des Kollegen-Kommentars oder die Frage „Wie genau meinst du das?“. Vertrau mir als dein Tippgeber und vertrau dir selbst: es ist möglich, sich diese Reaktionen bewusst zu überlegen! In einer Schnelligkeit, die dich überraschen wird. 

Die Chance, Gelassenheit zu lernen

Gelassenheit zu lernen ist möglich, wenn du nach deinem ersten Reflex weiterdenkst. Schwierig ist es, sich gegen den Reflex zu wenden und ihn quasi weghaben zu wollen. Er ist vollautomatisch, tausendfach über Jahre gelernt. Halte Reiz und Reflex aus und „hab dich trotzdem lieb“. Es ist ok, so reagieren. Aber du musst da nicht stehenbleiben und deswegen im Stress steckenbleiben. Sondern du kannst weitergehen, über das dir bekannte hinaus. Das meine ich, wenn ich sage „Raus aus dem Stress, rein in die Gelassenheit“. 

Warum diesen Aufwand betreiben?

Weil du geboren bist, um glücklich zu sein. Es macht keinen Sinn, bei den immer gleichen Reflexen immer gleich gestresst zu reagieren. Du bist besser. Du kannst es besser. Du musst es nur wollen. Wenn es nicht auf Anhieb klappt, lass abends den Tag Revue passieren und überlege dir, an welchen Stellen du irgendwie gestresst warst. Dann schau dir diese drei Schritte an und finde heraus, wie deine möglichen Reaktionen zukünftig aussehen können.

Habe Geduld und beobachte auch kleinste Erfolge.

Denn die motivieren dich für das Wichtigste: Am Ball zu bleiben!

Übrigens: Mit „MM“, einer wirksamen und leichten Methode ist es auch möglich, Gelassenheit zu lernen. Einen Blogbeitrag dazu findest du hier: https://christian-bremer.de/stress-reduzieren/.

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