Straßenterror – so bleiben Sie locker


08.02.2017

„Wie fährt der denn?“

„Das darf doch wohl nicht wahr sein – mein Auto wurde zugeparkt!“ 

Diesen Samstag ist „der Tag des Autos“ und das nehme ich zum Anlass, hier mal ein paar Tipps zu geben, wie sich im alltäglichen Wahnsinn auf der Straße ein kühler Kopf bewahren lässt. Immerhin ist fast jeder, der auch nur gelegentlich Auto fährt, deswegen manchmal gestresst. 

Dazu müssen Sie wissen, dass ich früher nicht nur ein Raser war, sondern mich auch über alles und jeden lautstark aufgeregt habe. Ich habe mich als Verkehrserzieher gesehen, der immer genau wusste, was richtig ist. Mein Prinzip bestand außerdem darin, immer so schnell es geht zu fahren. Nicht schneller als erlaubt, aber immer so schnell es geht. Bitte berücksichtigen Sie jetzt, dass ich dies nur zwischen 20 und 30 gemacht habe. Denn mit 30 hatte ich einen schweren Autounfall mit Totalschaden und wäre beinahe gestorben.

Hier also drei Tipps, die Ihnen helfen können, Ihre Fahrt zu genießen.

Tipp #1: Bevor Sie den Motor starten, halten Sie kurz inne.

Machen Sie sich klar, dass Sie jetzt Auto fahren werden und dass das grundsätzlich schön ist, aber auch ein paar Stress-Fallen birgt. Beschließen Sie, sich weder aufzuregen noch andere zu maßregeln. Versprechen Sie sich das. Ganz fest. Denn Ihr Vorsatz beeinflusst sehr stark, wie Sie sich gleich fühlen werden. 

Tipp #2: Beherzigen Sie beim Fahren das Motto „Kooperation statt Konfrontation“.

Ich liebe es – und Sie wahrscheinlich auch, wenn Sie es konsequent einige Tage ausprobieren. Egal was passiert, vermeiden Sie Widerstand und geben Sie nach. Sie kommen vielleicht 30 Sekunden später an, sind dann aber gut gelaunt und nicht erschöpft. Lassen Sie andere vor, machen Sie Platz, seien Sie einfach freundlich.

Tipp #3: Halten Sie sich raus aus anderen Angelegenheiten.

Der Fahrstil der anderen ist wessen Angelegenheit? Wann Straßen endlich repariert werden, ist wessen Angelegenheit? Wann eine Ampel auf Rot springt, ist wessen Angelegenheit? Wenn Sie sich ärgern, sind Sie immer in den Angelegenheiten anderer Leute, nie in Ihren eigenen. Angelegenheit meint einfach, wer konkret im echten Leben etwas beeinflussen kann. Nicht, was Sie sich wünschen. Beobachten Sie mal im Rückblick, ob meine These zutrifft: Wenn Sie sich aufregen, sind Sie zu 100% in fremden Angelegenheiten. Ihre eigene Angelegenheit könnte es sein, gesund und munter von A nach B zu kommen.

Natürlich kann es außerdem nie schaden, gute Musik oder ein schönes Hörbuch zu hören. Lassen Sie sich den Spaß daran nicht von anderen verderben.

Gute Fahrt!

Viele Grüße,

Ihr und Euer
Christian Bremer


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