Schlaf mal gut


18.02.2019

Wie wichtig guter Schlaf ist und gute Tipps dazu…

Gastblogg
von Christian Mörsch (Leiter der Stress-Management-School)

Jeder hat mal schlechte Nächte oder kann nicht so schnell wie sonst einschlafen. Wer sich dann unter Druck setzt, kann erst recht nicht einschlafen. Das Risiko, sich in ein möglicherweise noch gar nicht vorhandenes Problem hineinzusteigern, ist groß. Im Sinne einer selbsterfüllenden Prophezeiung kann man möglicherweise auch in den folgenden Nächten nicht gut schlafen.

Nimm deinen Schlaf also ernst, aber nimm ihn nicht zu ernst. Denn wer innerlich verkrampft und Schlaf erzwingen möchte, bekommt ihn nicht.

Das größte Hindernis bei Schlafproblemen ist oftmals die Einstellung zum Schlaf und eine zu hohe Erwartungshaltung. Das Gegenteil ist erforderlich: nämlich die Fähigkeit loszulassen und zu entspannen und Verantwortung abzugeben. Wer sich hingegen zu viele Gedanken über ein Schlafproblem macht, verstärkt das Problem – es entsteht ein Teufelskreis.

Schlafprobleme sind oft stressbedingt.

In diesen Fällen können dir die folgenden Tipps helfen:

  • Natürlich ist Schlaf nicht gleichgültig, denn er ist sehr wichtig. Dennoch: Beim Einschlafen kann der Satz „Schlaf ist gleichgültig“ tatsächlich dabei helfen einzuschlafen.
  • Mache vor dem Einschlafen eine Entspannungsübung. Denn die Voraussetzung für Schlaf ist Entspannung. Bewährt haben sich die Progressive Muskelrelaxation oder das Autogene Training, da du diese Techniken hervorragend im Bett durchführen kannst.
  • Wenn du viele Gedanken hast, versuche dich auf deinen Atem zu konzentrieren. Achte eine Weile einfach nur darauf, wie sich deine Bauchdecke beim Einatmen hebt und beim Ausatmen wieder senkt. Du kannst deine Gedanken auch auf ein Blatt Papier schreiben und damit im wahrsten Sinne des Wortes ablegen.
  • Stelle dir einen Ort vor, an dem du gerade gerne wärest. Wie sieht es dort aus? Gibt es Geräusche, die mit diesem Ort verbunden sind? Oder einen besonderen Duft? Tue so, als wärst du wirklich dort.
  • Versuche mit einer paradoxen Intention einzuschlafen, nämlich genau das zu versuchen, was du eigentlich nicht willst: wachzubleiben! Gehe also mit dem Vorsatz ins Bett, nicht schlafen zu wollen. Lösche das Licht, aber halte die Augen so lange wie möglich offen, bis sie schließlich ganz von selbst zufallen.
  • Wenn du in der Nacht aufwachst, mach dir keine Gedanken. Denn nachts mehrmals kurz aufzuwachen ist vollkommen normal! Meist kann man sich aber nicht daran erinnern. Wer aufwacht und befürchtet nicht mehr einzuschlafen, bleibt wach. Wer das nächtliche Aufwachen als natürlich akzeptiert, hat meistens kein Problem damit.
  • Gehe schlafen, wenn du auch tatsächlich müde bist.
  • Mache deinen Schlafort zum Wohlfühlort.

Was du noch tun kannst, um
besser zu schlafen, erfährst du im von der Stress-Management-School angebotenen
Seminar Schlafcoaching (www.stress-management-school.de)

Mehr von
Christian Mörsch:

Du hast Lust auf eine Weiterbildung? Christian Mörsch leitet die Stress-Management-School. Hier kannst du dich berufsbegleitend zum Entspannungspädagogen, Resilienztrainer, Schlaftrainer oder Achtsamkeitstrainer weiterbilden lassen (www.stress-management-school.de)

Du schreibst eine Prüfung? Christian Mörsch ist Co-Autor des Buches „Prüfungen bestehen“ (erschienen unter im September 2018 in der bekannten Dummies-Reihe des Wiley-Verlages, überall im Buchhandel unter der ISBN 978-3-527-71535-0) und bietet Vorbereitungskurse für Prüflinge an.


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